Umgestaltung des Schorfheideviertels in Berlin Marzahn - Sonderpreis Wohnumfeld

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Plan-/Entwurfsverfasser Wohnumfeld/Freianlagen:
gruppe F Landschaftsarchitekten, Berlin
Pütz, Kleyhauer, Bauermeister

 

Weitere an der Planung Beteiligte: degewo AG, Berlin, Ursula Allerdissen, Bezirksamt Marzahn Hellersdorf von Berlin, Amt für Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung, Sabine Antony, Joerg Schlinke (Künstler)

Bauleitung: degewo AG, Ursula Allerdissen / gruppe F Landschaftsarchitekten

am Bau Beteiligte: GaLaBau: Fa. Brandenburg, Berlin, Fa. Fiedrich, Nauen

Auftraggeber/Bauherr: degewo AG, Berlin

Bearbeitungszeitraum: 2007 – 2010

Fertigstellung: 2010

 

Juryurteil: Aufgrund von harten sozialen Einschnitten auch bei diesem Stadtumbau wurden die Bewohnerinnen und Bewohner nach dem Abriss einiger Gebäude intensiv in die Planung der vorhandenen und neu entstandenen Freiflächen mit einbezogen. Was normalerweise zu einer Ansammlung von vielen Ideen ohne inneren Zusammenhalt führt, wird hier zu einem überraschenden Resultat, das weit über andere Verfahren hinaus gelangt. Hier scheinen die PlanerInnen nicht nur moderiert, sondern auch gestaltet zu haben.
Das lokale Wissen und die Wünsche wurden mit einer naturnahen, landschaftlich inspirierten Idee umgesetzt: „Wir holen die Schorfheide nach Marzahn“. Die modellierte, mit Kiefern und Gräsern gestaltete Parklandschaft wurde als kleinster gemeinsamer Nenner zu einem starken, einprägsamen Bild, das für viele Nutzungen offen bleibt und auf selbstverständliche Art anzueignen ist. Die Reduktion auf eine gestalterisch starke Idee ermöglicht die Integration verschiedener weiterer Maßnahmen.
In einem Kunstwettbewerb setzen sich die BewohnerInnen mit der Tierwelt der Schorfheide auseinander und überhöhen den Gestaltungsansatz. In sogenannten Multifunktionsboxen werden Räume angeboten, die sich die BewohnerInnen für eine individuelle Betätigung wünschten. Sie setzen einen neuen Maßstab in ihrer Funktion, aber auch in ihrem Spiel mit den großvolumigen Wohnhäusern. Mit der aktiven Beteiligung konnten nachbarschaftliche Netzwerke gebildet werden, mit der starken gestalterischen Idee wurde ein neues Stück Heimat geschaffen